Die
(nicht ernstzunehmende)
Metternich-Frage

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'Fürstenkinder 1'


Wenn man Metternich heißt, hat das einen entscheidenden Vorteil.
Anders als bei Namen wie Herkenroth (in der Mitte mit k oder ck ? - hinten mit t oder mit th ?) oder selbst einfacheren Namen wie Schmidt (mit d, dt oder Doppel-t ?) wird man nie gefragt, wie der Name denn geschrieben wird.

Diese Erfahrung machte Birgit sehr früh.
Allerdings kommt nach der namentlichen Vorstellung mit hoher Wahrscheinlichkeit die Frage:
"Ach, haben Sie was mit dem Fürsten zu tun ?".

Bedingt durch die räumliche Nähe zur Geburtsstadt Koblenz von Clemens Lothar Wenzel Metternich scheint diese Frage gar nicht so weit hergeholt. Nach anfänglichen Versuchen, die nicht vorhandene Verwandtschaft anhand geschichtlicher Daten und des fehlenden "von" zu erklären, ging Birgit irgendwann dazu über, augenzwinkernd anzumerken: "Ja, das ist mein Großonkel." Ungläubigen Zeitgenossen brauchte man nur verschiedene Bilder des Fürsten und seiner Kinder zu zeigen, um die Familienähnlichkeit zu beweisen.

'Fürstenkinder 2'Vergleicht man ein Foto der kleinen Birgit mit einem Gemälde, auf dem des Fürsten Kinder Franz Karl Viktor, Clementine und Marie Leopoldine zu sehen sind, mag man ja noch argumentieren können, daß Kinder einander bekanntlich immer ähnlich sehen

. 'Fürstenkinder 3' Doch ein Vergleich zwischen der erwachsenen Birgit Metternich (mittlerweile Herkenroth / auf dem Foto mitte und unten) mit dem Wiener-Kongreß-erfahrenen Fürsten von Metternich (oben) beweist: Da muß eine Verwandtschaft bestehen ! Besonders die Augenpartie und die Nase schließen jeglichen Zweifel aus.

Ob da nicht doch eine Seitenlinie ... ?

Doch leider ergibt die Ahnenforschung, daß sich keiner von Birgit's direkten Metternich-Vorfahren aus dem Westerwald wegbewegt zu haben scheint.

Es bleiben also nur noch zwei Möglichkeiten, die das blaue Blut in Birgit's Adern bestätigen können:
Entweder die Ahnenforschung ist fehlerhaft (Prüf's bitte noch mal nach, Udo) oder die Spekulationen eines anerkannten, mittlerweile verstorbenen Westerwälder Heimatforschers kommen zum Tragen:

Wenn denn die Metternichs zu Koblenz in grauer Vorzeit Grundbesitz im Westerwald hatten und der damalige Chef-Metternich aus Koblenz bei einer seiner Leibeigenen das jus primae noctis geltend machte, wer weiß, ob nicht dann ...

Halt, stop, da fehlt aber dann doch noch der Name !

Ja schon, aber wenn dann die Gutsbewohner - benannt nach dem Gutsherren - auch irgendwann mal zu dem Rufnamen Metternich kamen, wäre dann nicht ...

Nein !

Schluß jetzt, da sträubt sich einem ja die Tastatur. Zu viel wäre und wenn und aber.

Obwohl, wenn man's recht bedenkt ....




Diese Seite wurde aktualisiert am 20. Oktober 1997